Handschrift neu erfinden Beitragsbild

Verlerne deine Handschrift nicht

Das Einzige, was du hast, was sonst niemand hat, bist du selbst. Deine Stimme, dein Verstand, deine Geschichte, deine Vision. Also schreibe und zeichne und baue und spiele und tanze und lebe, wie nur du es kannst.

Neil Gaiman, britischer Science-Fiction Autor

Kennst du das Gefühl, wenn du einen Stift in deine Hand nimmst, um eine Notiz aufzuschreiben und du hast das Gefühl, du hättest keinen Stift mehr seit Jahren angefasst? Du beginnst, die ersten Buchstaben deiner Gedanken langsam aufzuschreiben und du fühlst dich so, als ob du deine Handschrift neu erfinden müsstest.

Mit einem Füller zu schreiben, gibt mir wieder das Gefühl zurück. Wie es sich damals als kleiner Junge für mich angefühlt hatte. In der Grundschule lerntest du zu schreiben und es eröffnete sich eine völlig neue Welt für dich. Ich erinnere mich gut daran, dass ich im Deutsch-Unterricht immer gerne Aufsätze schrieb, in denen man sich eine fantasievolle Geschichte ausdenken durfte.

Wenn es darum geht, dass du im Alltag deine Handschrift nicht verlierst, solltest du immer wieder Übungen machen… Sei es, um etwas Neues zu lernen oder um deine verwirrten Gedanken loszuwerden. Oftmals sind es gar nicht mal deine eigenen Gedanken, sondern vielmehr die der Menschen um dich herum.

Ablenkungen fürs Ego

Mich interessiert meine Psyche und wie ich mich täglich motivieren kann, etwas Neues dazu zu lernen. Vorzugsweise Themen und Prinzipien, die mich im Studium weiterbringen. Aber manchmal lenke ich meine Aufmerksamkeit anderen Bereichen zu – für mein Ego, um es zu belohnen. Für seine Geduld, während ich fleißig bin.

Es gibt immer wieder Momente, in denen ich mit meinem inneren Schweinehund kämpfe.

Wechsele deine Umgebung

Ich habe derzeit meinen Fokus sehr stark auf meine Lernzeit für meine anstehenden Klausuren in vier Tagen und sechs Tagen, ausgerichtet. Trotzdem habe ich mir gestern einen Tag Auszeit gegönnt, weil ich auch mal zu Hause rauskommen möchte. Ein Wechsel der Lernumgebung fühlt sich immer gut an und sorgt für Kreativität. Das Lernen an sich kann manchmal sehr öde werden und da ist es ratsam, dich neben deiner Handschrift auch in anderen Bereichen neu zu erfinden.

Die blaue Tinte auf dem weißen Papier zu sehen löst ein gutes Gefühl in mir aus. Auf dem Laptop zu schreiben erfüllt mich nicht so sehr, wie, wenn ich einen Text per Hand aufschreibe. Auf die beschriebenen Blätter zurückzublicken, löst ein Gefühl in mir aus, etwas Gutes geschafft zu haben. Das Schreiben per Hand ermöglicht auch ein Training deiner Schnelligkeit und Gründlichkeit deiner Art und Weise des Denkens.

Beitrags-Serie zu Leo Babautas »zen habits«

Ich möchte mit einer Beitrags-Serie von Leo Babautas »zen habits« starten. Wer Leo Babauta noch nicht kennt, kann hier gerne seine Website anschauen und mehr darüber erfahren, wer dieser tolle Typ ist.

Im Hinblick auf die Entstehung von simplify-yourself.com habe ich mir stundenlang Beiträge auf seiner Website durchgelesen und es wäre nicht vermessen zu sagen, dass seine Worte mir geholfen haben, diesen Blog hier zu starten.

Wer oder was sind diese »zen habits«?

Zenhabits gibt es nun mittlerweile schon seit 2007. Leo beschäftigt sich auf seiner Seite mit Einfachheit und Achtsamkeit im alltäglichen Chaos. Er möchte Klarheit in das Wirrwarr bringen, sodass wir uns auf das fokussieren, was wirklich wichtig ist im Leben. Etwas Erstaunliches erschaffen. Glück finden.

Seine Texte sind zumeist nicht sehr lang. Im Durchschnitt brauchst Du für einen Beitrag vielleicht 2-3 Minuten zum Durchlesen. Die Informationen sind also einfach und fix aufgenommen. Somit hast Du mehr Zeit Dich mit dem Inhalt zu beschäftigen.

Da ich nicht einschätzen kann, ob die Mehrzahl meiner Leser der englischen Sprache so mächtig sind, eigenständig seine Texte zu lesen und die Dinge daraus sinngemäß zu übernehmen. Hinzukommen diejenigen, die vielleicht keine Lust haben auf Englisch zu lesen.

Deshalb werde ich seine Texte sinngemäß übersetzen.

Das Schöne daran ist, dass Leo auf seiner Seite auch ein Uncopyright veröffentlicht hat. Das heißt er begrüßt es, wenn seine Inhalte gerne kopiert und weitergegeben werden.

Randnotiz: Ich werde die Texte nicht in den Google-Übersetzer klatschen und Dir dann hier so präsentieren. Nein, die Texte werden von mir so übersetzt, wie ich sie auffasse. Gerne nehme ich Deine Verbesserungsvorschläge in den Kommentaren entgegen. 🙂

Learning by doing.

Warum tue ich mir diesen Aufwand an?

Weil mich die Texte von Leo Babauta auf zenhabits.net immer wieder sehr beschäftigen, positive Gefühle in mir hervorrufen, mich zum Nachdenken anregen und mich vor allem auch motivieren, etwas Neues auszuprobieren oder mich aufs Wesentliche zu besinnen. Auf meiner Homepage findest Du ganz unten unter »Inspirationen« auch eine permanente Verlinkung zu seiner Seite.

In erster Linie tue ich das für Dich, da es sich im Deutschen natürlich wesentlich einfacher lesen und verstehen lässt. Und so sind die Barrieren, einige Dinge davon in Dein Leben zu übernehmen, auch wesentlich niedriger.

Zum anderen tue ich das natürlich auch für mich. Ich versuche damit den Inhalt für mich verständlicher und einprägsamer zu machen. Ich möchte die essentiellen Dinge konservieren. Und das ist mit meinem Blog natürlich sehr leicht zu gestalten.

Also sei gespannt, wie sich dieses Vorhaben in den nächsten Monaten entwickelt.

Nutze meine Seite einfach als einen Ort an den Du jederzeit zurückkommen kannst, um Dir ein paar inspirierende Zeilen Text zu geben.

Hinterlasse doch gerne unten einen Kommentar, was Du von der Idee hältst und/oder, ob Du schon den einen oder anderen interessanten Beitrag auf zenhabits.net gelesen hast.

Dein

Handschrift

Kein Fernseher – 10 entscheidende Gründe warum

Seitdem ich für mein Studium nach Rostock gezogen bin, hatte ich keinen Fernseher mehr. Und ich hatte einen richtig guten. Es musste ein Plasma-Fernseher von Panasonic sein. Unter 42 Zoll und ohne 3D-Funktion ging bei mir gar nichts. Die Kenner unter Euch wissen natürlich, was so ein Teil neu kostet.

Keine Kosten und Mühen gescheut

Damals habe ich sehr viel Zeit in die Recherche für das Gerät gesteckt. Testvergleich hier, You-Tube-Video da. Amazon-Rezensionen, Rezensionen, Rezensionen. Herstellerseite abchecken. Preisvergleiche online und im Handel. Und, und, und.

Unglaublich, wenn ich heute daran denke. Was man in der Zeit für schöne andere Dinge hätte machen können. Aber gut. So war das damals bei mir nun mal. Heute würde ich nie wieder so viel Aufwand betreiben, um mir eine Flimmerkiste zuzulegen.

Doch als ich wie gesagt nach Rostock gezogen bin, hatte ich in meinem ersten WG-Zimmer keinen Platz für meinen Fernseher. Also bin ich einfach ohne dorthin gezogen. Und das Erstaunliche war, dass ich ihn nach einer gewissen Zeit überhaupt nicht vermisst habe. Ich habe mich einfach mit anderen Dingen beschäftigt (ab und zu mal das Studium).

Aller Anfang ist schwer

Die ersten paar Wochen waren natürlich schwierig für mich. So ein Fernseher gehört nämlich zu einem normalen deutschen Haushalt einfach dazu. Ohne geht nicht, wie mein Vater immer zu sagen pflegte. Deshalb kommen wir in Deutschland im Durchschnitt pro Tag auch auf eine Nutzungsdauer von über 3 Stunden. Und das ist nur der reine Fernsehkonsum. Videospiele sind davon völlig ausgenommen. Die Nutzung von Videospielen steigt von Jahr zu Jahr immer weiter an.

Ich hatte ja schließlich auch alles am Fernseher angeschlossen: Playstation 3, PC, Blu-Ray-Player und eine Festplatte zum Aufzeichnen. All das durfte da nicht fehlen. Somit war die Verführung mich abzulenken immer sehr groß.

Als ich dann in Rostock in eine andere WG gezogen bin, hatte ich mich extra nach Berlin auf den Weg gemacht, um meinen Fernseher nachträglich hochzuholen. War ja schließlich teuer das Gerät. Warum sollte es irgendwo versauern und rumstehen? Ich muss das Teil wenigstens bei mir haben. Sieht ja auch schick aus, wenn es an der Wand hängt. Macht doch was her. Oder, falls ich mal doch einen Filmabend mache oder Nachrichten schaue.

Neue Gewohnheiten geschaffen

Doch durch diese Umstellung in meinem Alltag vor über einem Jahr, wusste ich wieder anderes mit meiner freien Zeit anzufangen. Ich benötigte den Fernseher so gut wie nie. Filmabende kamen bei mir vielleicht 3x im Monat vor. Öfter schaute ich mal am Samstag die Sportschau. Im Vergleich zu früher jedoch war das so gut wie gar nichts.

Daher war der einzige Entschluss für mich, den Fernseher endgültig zu verkaufen. Und siehe da: Es geht mir gut. Es geht mir außerordentlich gut. Den Fernseher vermisse ich immer noch nicht. Und einiges an Geld hat der Verkauf auch noch mal in meine Kassen gespült.

Um Dir noch mal vor Augen zu führen, was für positive Seiten es mit sich bringt, wenn Du Deinen Fernseher ins Jenseits verbannst, habe ich Dir nachfolgend meinen 10-Punkte-Plan aufgeführt:


1. Mehr Zeit für Dich

Ich denke, dass ich dazu nicht allzu viel sagen muss. Ich finde, das erklärt sich irgendwie von selbst. Jetzt schaut man sich an, dass im Durchschnitt der Fernseher rund 3 Stunden am Tag läuft.

Wenn Du also keinen Fernseher mehr hast, hast Du quasi 3 Stunden mehr (oder weniger) zu Deiner freien Verfügung! Du kannst Joggen gehen, Dich doch wieder im Fitnessstudio anmelden oder sonst irgendwas tun. Nimm Dir einfach Zeit für Dich.

2. Mehr aufs Wesentliche konzentrieren

Ich merke es immer wieder, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin. Es nervt mich richtig, wenn die ganze Zeit die Glotze nebenher läuft. Sei es beim Essen oder während man sich unterhält. Ich finde, das geht gar nicht.

Wie soll Dein Körper denn die vielen verschiedenen Reize alle gleichzeitig wahrnehmen? Das Essen hat gut geschmeckt?

>>Hmmm, ja, eigentlich schon. Aber eigentlich habe ich darauf gar nicht so geachtet. Ich habe dem da im Fernseher eher zugehört, was er zu erzählen hat, als mich zu fragen, wie der Geschmack vom Essen auf meine Sinne wirkt.<<

Das muss man sich mal alles bewusst machen. Das sind Prozesse, die man sich über Jahre angeeignet hat und die ganz normale Routine sind. Mach lieber den Schritt zurück. Dreh das Teil ab. Schalte es aus. Oder verkaufe es. Kümmere Dich lieber wieder um die wesentlichen Dinge im Leben.

3. Weniger abgelenkt sein

Auch hier habe ich gemerkt, dass ich einfach viel klarer denken kann, wenn der Fernseher nicht permanent läuft. Immer, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, bin ich weniger produktiv. Mir gehen einfach zu viele verschiedene Dinge gleichzeitig durch den Kopf. Und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Das liegt daran, dass mein Kopf einfach overloaded ist.

Wohin mit den ganzen Reizen? Alles gleichzeitig verarbeiten? >>Du musst doch heutzutage Multitasking-fähig sein!<<

Völliger Bullshit. Es ist ein Mythos, dass man in der Lage ist, mehrere verschiedene Dinge gleichzeitig zufriedenstellend zu erledigen.

Um wirklich produktiv zu sein und das zu schaffen, was man wirklich will, darf man sich nicht ablenken lassen. Zudem kommt hinzu, dass im Fernsehen vieles quatsch ist, was dort läuft. Nachrichten werden manipuliert. RTL 2 zeigt, wie man lernt, richtig zu betrügen (schöne Grüße an X-Diaries und Berlin Tag & Nacht) oder auch einen Messie-Haushalt aufzulösen. Also ehrlich, da kann man sich doch nur an den Kopf fassen.

Unsere Fernsehlandschaft polt uns fast nur noch darauf, immer mehr zu schauen, was andere haben oder erreicht haben. Und was wir eventuell nie haben werden. Schalte das ab. Schau auf Dich. Mach stattdessen lieber etwas aus Deinem Leben und arbeite an den Dingen, die Dir wirklich wichtig sind im Leben.

4. PC/Laptop/Smartphone ersetzen zunehmend TV

Durch die Möglichkeiten des Video-on-Demand (VOD) wird man zunehmender unabhängig vom gewöhnlichen Fernsehprogramm. MaxdomeAmazone Prime Instant Video oder der US-Riese Netflix, bieten zahlreiche Filme und Serien zu einem Paketpreis pro Monat an. Das Youtube-Videoportal darf natürlich auch nicht vergessen werden. Es eignet sich hervorragend für Tutorials, Musik oder Sonstiges.

Das sind nur einige Möglichkeiten, wie Du Alternativen zur konventionellen Fernsehnutzung finden kannst. Dennoch würde ich es eher begrüßen, wenn Du diese Medien weniger nutzt und Dein eigenes Ding machst, anstatt Dich permanent beschallen zu lassen.

5. Mehr Zeit für Kunst

3 Stunden am Tag mehr Zeit für andere Dinge. Das st eine unglaubliche Zeit. Plötzlich kannst Du genau das machen, wozu Du immer schon Lust hattest.

Einen neuen Blog starten, ein Tagebuch schreiben, ein neues Instrument spielen lernen. Solange Du Deiner Kreativität freien Lauf lässt, ist alles Kunst.

Du möchtest DJ werden? Na dann los. Registriere Dich in einem Forum, fang bei null an und es kann beginnen.

Du möchtest fotografieren lernen? Auch hierfür hast Du jetzt endlich die Zeit, die Du Dir sonst nie nehmen konntest.

Und warte mal ab. Sobald Du etwas Neues für Dich entdeckt hast, öffnen sich ganz schnell viele neue Türen für Dich. Du wirst Menschen kennenlernen, von denen Du nicht mal geträumt hättest, dass Du auf sie stoßen wirst. Positives zieht Positives an. Das ist nun mal Fakt.

6. Mehr Zeit zum Lesen

Wie ich bereits in meinem Artikel über den Sabbat-Tag geschrieben habe, ist es enorm wichtig, sich mehr mit Büchern zu beschäftigen. Sei es nun im Print-Format oder als E-Book. Hierdurch förderst Du Deine eigene Kreativität immens.

Du bekommst keine fertigen Bilder vorgesetzt. Deine Fantasie bestimmt, wie diese Bilder auszusehen haben. Das finde ich persönlich viel spannender, als die durch einen Regisseur vermittelten Bilder.

Wir lesen heutzutage immer noch viel zu wenig. Ja, klar, wir lesen jede Menge im Internet. Doch das ist nicht richtiges Lesen. Das ist eher ein Überfliegen. Und damit sind wir wieder bei dem Thema, sich mit etwas von Anfang bis zum Ende zu beschäftigen.

Wann hast Du das letzte Mal ein Buch in die Hand genommen und es von Anfang bis zum Ende gelesen?

Bestes Beispiel sind die Neuigkeiten bei Facebook. Dieses Leseverhalten eignen wir uns mehr und mehr an. Dinge werden nur noch überflogen. Und teilweise dann auch leider übersehen. So kann es in meinen Augen nicht weitergehen und ich finde, wir sollten uns von diesen >>modernen<< Verhaltensmustern lieber wieder verabschieden.

7. Du sparst Geld (sehr viel sogar)

Ich erinnere mich nur zu gut an den Kauf meines Plasma-Fernsehers von Panasonic. Ich habe gut über 1.000 Euro dafür ausgegeben. Vier Jahre später konnte ich ihn gerade mal für 335 Euro verkaufen. Doch das Problem dabei ist, dass das ganz normal ist. Technische Geräte haben nun mal diesen Wertverlust. Und darüber ist sich so gut wie jeder bewusst. Trotzdem werden neue Fernseher regelmäßig angeschafft.

Führe Dir diesen großen Kostenposten einmal vor Augen. Über 1.000 Euro für einen Fernseher. In meinen Augen sind das mindestens drei spannende Städtetrips in Europa. Oder, gut gebucht, eine Reise nach Südostasien. Ich finde, der Gegenwert für diesen Preis stellt mich weitaus mehr zufrieden, als ein Ultra-HD-Curved-TV. (Wer braucht verdammt noch mal eine Kurve in seinem Fernseher?!)

Hast Du außerdem mal über den Aspekt der Werbung nachgedacht? Wie viel Werbung läuft denn im Fernsehen? Ist das nicht unglaublich? Hast Du Dich auch schon mal dabei erwischt, wie Du etwas gekauft hast, was Du in der Werbung gesehen hast?

Mal davon abgesehen, dass Du diese Anschaffung wahrscheinlich gar nicht gemacht hättest, hast Du mal darüber nachgedacht, wie viel Geld Du deshalb zusätzlich ausgibst?

8. Mehr Zeit für Freunde und Familie

Wer regelmäßig meinen Blog verfolgt, der erinnert sich bestimmt daran, dass ich bereits in meinem Artikel über den Sabbat-Tag darüber geschrieben habe, wie wertvoll die Zeit im Kreise der Freunde und Familie ist.

Freunde und Familie bereichern Dein Leben. Deshalb ist es von hoher Bedeutung, dass Du gerne Zeit mit ihnen verbringst. Sie fangen Dich auf, wenn es Dir schlecht geht. Sie holen Dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn Du drohst, vermeintlich abzuheben. (Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.)

9. Weniger Sorgen

Das Thema Nachrichten schauen bzw. nicht schauen, müsste eigentlich in einem eigenen Beitrag behandelt werden. Doch hierzu nur ein paar kurze Bemerkungen.

Wenn Du keinen Fernseher mehr in Deinen eigenen Reihen hast, dann reduzierst Du auch erheblich den Input von negativen Ereignissen in der Welt. Das soll nicht heißen, dass Du keine Empathie entwickeln sollst. Doch, doch. Die ist mir enorm wichtig und die solltest Du auch versuchen jederzeit zu fördern.

Doch was sollst Du daran ändern, wenn in Japan-Fukushima ein Atomkraftwerk kaputt geht? Oder die Politiker beschließen, nun doch mehr Flüchtlinge aufzunehmen? Betrifft es Dich gerade in Deinem Alltag? Ist Dir deshalb etwas wirklich, wirklich Schlimmes oder Negatives widerfahren?

Oder sollen diese Neuigkeiten – zu einem passenden Zeitpunkt im Jahr von den Medien gestreut (vielleicht, weil gerade wieder Wahlen sind oder ein neues Gesetz durchgesetzt werden soll) – Dich nur vom Wesentlichen, Dich Tangierenden abhalten?

Denk mal darüber nach.

Wir können nur dazu lernen mit den Gegebenheiten und Umständen zu leben. Auch, wenn es andere Kulturen sind. Niemand nimmt Dir Deinen Job weg oder wird Dich beißen. Das ist auch keine alleinige links-ausgerichtete Denkweise. Das ist Toleranz. Und Offenheit. Und beide machen das Leben vielfältiger und einfacher.

Ich lebe immer noch und es geht mir durchaus sehr gut. Und das, obwohl ich keine Nachrichten schaue. Weder im Fernsehen noch im Internet. Folglich mache ich mir weniger Sorgen und mein Kopf ist frei für positive Dinge im Leben.

10. Der Tag gehört Dir

Du bestimmst, wie Dein Tag auszusehen hat. Keine Fernsehzeitung oder TV-Guide im Smart-TV. Plane von eigener Hand, was Du heute schaffen willst.

Schreibe Dir mindestens die fünf wichtigsten Dinge auf, die Du heute schaffen willst. Wähle nur Dinge aus, die Dir einen Mehrwert verschaffen. Dinge, die trivial sind, kannst Du gut und gerne auf eine Langzeit-To-do-Liste schreiben.

Ich benutze eine ganz tolle Notiztafel aus Glas, wo ich gut und gerne alles aufschreiben, wieder wegwischen, nachtragen und korrigieren, nach Priorität ordnen kann usw. Am besten ist sie an einem Platz angebracht, wo Du sie immer siehst.

Der Mensch ist ja vergesslich und wir wollen doch nicht, dass Du Deine wichtigsten Aufgaben für heute vergisst!


Ich hoffe, dass Dir der Beitrag gefallen hat und dass Du ein paar Anregungen für Dich mitnehmen kannst. Gerne darfst Du auch Deinen Freunden und Deiner Familie davon erzählen. Bis dahin alles Gute.

Dein Timo

Wie Du auch ohne Smartphone leben kannst

Ich wache auf. Der erste Griff am Morgen. Wohin der führt? Selbstverständlich zu meinem Smartphone. Reinschauen, ob ich neue Nachrichten habe. Reinschauen, ob ich noch ein paar neue Likes bekommen habe.

Reinschauen, ob sich in der Welt etwas Sensationelles ereignet hat. Ohne Smartphone leben und in den Tag starten? Schwierig.

Kennst Du dieses Gefühl genau so gut wie ich?

Warum sind wir mittlerweile so gepolt, dass genau dieses Szenario den Start in den Tag von Abermillionen von jüngeren (und zunehmend mehr älteren) Menschen bestimmt?

Welchen Nutzen hast Du denn aus dieser morgendlichen Routine?

Stell’ Dir vor. Ich bin heute doch tatsächlich aufgestanden und mein erster Griff galt meinem iPhone. Ich schaute auf die Bettkante, um mein Ziel anzupeilen.

Wo war mein iPhone hin?

Ein Blick auf den Boden und ich wusste, wo es war. Es muss in der Nacht auf den Boden gefallen sein. Wie unklug von mir. Auf die Bettkante legen. Aber ich wollte es doch nur über Nacht aufladen. So wie jede Nacht. Man muss schließlich sein Smartphone mittlerweile täglich aufladen!

Und was soll ich Dir sagen? Was ist mit dem Teil passiert?

Es ging nicht mehr an. Aus. Kein Signal. Nichts. Na super, so ein schönes Ding. Was für ein >>gelungener<< Start in den Tag. Auch hier haben wir wieder ein wunderbares Beispiel einer alteingesessenen Routine.

Da ich mich jedoch schon seit geraumer Zeit damit beschäftigt habe, mich von meinem iPhone zu verabschieden, fiel es mir heute nicht allzu schwer, den Tag zu überstehen. Stell’ Dir nur vor, wie viel Zeit Du am Tage zurückgewinnst, wenn Du kein Smartphone mehr hast. Ja, das ist unvorstellbar, nicht wahr? In zweierlei Hinsicht natürlich.

Was ich Dir damit eigentlich nur zeigen und näher bringen will, ist, dass wir heutzutage viel zu sehr ins Abhängigkeitsverhältnis mit diesen mobilen Endgeräten gerutscht sind.  Saß man doch früher in der Straßenbahn und hat sich mit dem Sitznachbarn unterhalten. Egal, ob ältere Dame oder Klassenkamerad. Man hat sich nicht in sein Handy verkrümelt, die Kopfhörer rein gestöpselt und indirekt >>Adieu<< gesagt.

Die Stichworte sind >>zwischenmenschliche Beziehungen<<. Natürlich ist es jedem seine eigene Entscheidung, mit wem er seine Zeit verbringt bzw. wem er seine Aufmerksamkeit schenkt. Doch gerade diese Sache mit der Aufmerksamkeit schränken diese neuen Technologien eindeutig ein.

Es kommt darauf an, den Moment zu genießen. Im Hier und Jetzt zu sein. Regelmäßige Ablenkungen dieser Größenordnung können erhebliche Folgen auf unsere Konzentration haben.

Ich merke es bei mir selbst. In den Zeiten, wo ich mich wirklich wenig oder gar nicht mit meinem iPhone am Tage beschäftige, bin ich hinten heraus wesentlich produktiver, aufmerksamer und ausgeruhter.

Sind das keine positiven Eigenschaften?

Du musst für Dich selbst entscheiden, bis zu welchem Punkt Du einem Smartphone in Deinem 24h-Alltag einen Platz anbietest. Bzw. es für Dich nur einen >>Nutzen<< und keine >>Abhängigkeit<< darstellt. Oder, ob Du Dich dazu >>durchringen<< kannst, auch ein Leben ohne dieses zu führen.

Natürlich sind Smartphones ein Meilenstein in der Welt der Handys. Das will ich gar nicht abstreiten. Es wurde vieles einfacher durch deren Entwicklung. Doch für mich persönlich: Ich will den Schritt zurück wagen und auf einfache Erreichbarkeit >>downgraden<<.

Ich bin schon jetzt gespannt, wie es mir gelingen wird, den Alltag im Jahr 2015 ohne Smartphone erfolgreich zu meistern. Und wenn auch Du Bock darauf hast, das Ganze mal selbst auszuprobieren, dann schließe Dich mir an. Wir können uns hier gerne darüber austauschen, wie wir die Veränderungen wahrnehmen und was gut/schlecht daran ist.