Erfolgs-Garant: So wird Dein Studienabbruch zum Karriere-Booster

Stefan Raab hat es getan. Günther Jauch hat es zwei Mal probiert und hat es dennoch getan. Brad Pitt, Bill Gates und Steve Jobs ebenso.

Alle fünf haben eine Sache gemeinsam: Sie entschieden sich für einen Studienabbruch und nun sind sie erfolgreich, mit dem, was sie leidenschaftlich machen.


Nach hinten heraus war es eine einfache Entscheidung. Eine gute Entscheidung. Die beste Entscheidung, die ich dieses Jahr für mich treffen konnte.

Und niemand anderes durfte, musste, konnte oder sollte mir diese Entscheidung abnehmen.

Darauf bin ich Stolz. Das kann ich aus voller Überzeugung sagen.

Der Studienabbruch ist Deine Entscheidung

Denn ich bin mein eigener Herr. Ich entscheide für mich selbst, was das Beste für mich ist. Nicht meine Eltern oder Großeltern, meine Freunde und Kommilitonen geschweige denn die Gesellschaft.

Wer von allen muss mit den Konsequenzen – durch einen Studienabbruch hervorgerufen – sein weiteres Leben lang klarkommen?

Zu dieser Entscheidung gehörte für mich vor allem eins: Keine Angst haben. Stattdessen: Mut!

Die Einsicht, dass die Institution >>Universität<< und Timo Möbes in diesem Leben einfach keine guten Freunde mehr werden.

Zwei Mal war ich in meinem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens am selben Punkt angelangt. Beide Male war es im Mai des Jahres.

In diesem Jahr war ich weiter. Ich war durch dieses Tal der Überlegungen, Zweifel, Kompromisse und Fehler vor genau einem Jahr bereits schon einmal gegangen. Doch ich wollte es damals unbedingt noch einmal probieren.

Zu hohe Erwartungen gehabt

Es mir und den anderen beweisen. Und es gelang mir auch. Ich habe die Prüfungen bestanden. Und ich habe auch welche nicht bestanden.

Meine Erwartungshaltung war durch meine schulische Laufbahn hoch. Und ich wusste, dass es sehr viel Schmerz und Zeit kosten würde, an mein gesetztes Ziel zu kommen.

Ich bin der Überzeugung, wenn man etwas tut, das aus purer Leidenschaft heraus geschieht, dann fühlt sich dieser Schmerz nicht genauso an, wie ich ihn die Studienzeit über empfunden habe. Ich denke es können Schmerzen sein, die einen wachsen und die Grenzen erweitern lassen.

Stehe zu Deiner Entscheidung

Für mich ist der beste Weg mit dem Studienabbruch umzugehen, indem ich in meinem tiefsten Inneren Stolz darauf bin. Und, dass ich das nach außen hin auch so präsentiere. Dann kann mir auch niemand etwas anhaben.

>>Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, daß man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.<< – André Gide, Nobelpreisträger

Es öffnen sich neue Türen. Wenn Du open-minded bist und gewillt bist, aus Deinen Fehlern stetig zu lernen, ergeben sich ganz schnell ganz tolle, neue Alternativen für Dich.

Wenn Du ganz fest daran glaubst, dass Du auch ohne Universitäts-Studium etwas erreichen wirst, etwas, was Dich mit Leidenschaft und Spaß an der Sache erfüllt, dann geht es in Erfüllung. Der Glaube versetzt Berge.

Und falls Du gerade vor der Entscheidung eines Studienabbruchs stehst, ihn hinter Dir hast oder Dir eingestehen musst, dass Du Dich nicht traust, dann habe ich 10 überzeugende Argumente für Deinen gelungenen Studienabbruch, die auf jeden Fall eine Überlegung wert sind:

1. Das beklemmende Gefühl

Es verschwindet, nach Deiner Entscheidung, von einem Moment auf den anderen.

Wie von Zauberhand verschwindet diese Last. Von einer Sekunde zur anderen. Mit dieser einen Entscheidung.

Einmal getroffen macht sie Dich um mehrere Tonnen leichter. Du wirst es spüren. Es wird Dir eine Last von den Schultern genommen, das Gefühl ist unglaublich.

2. Feiern und Party machen

Du gehst weniger feiern, weil Du am nächsten Tag 100 % fit sein willst.

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Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich in der Woche bestimmt 1-3 x in einen Club gegangen bin. Das war Routine. Weil alle anderen Studenten und Freunde das auch nun mal so getrieben haben.

Ultra unproduktiv, wenn ich das rückblickend betrachte. Der nächste Tag konnte somit nie mit der nötigen Effizienz und Cleverness bestritten werden, die komplexe Sachverhalte einfach erfordern. Dass einem der Studienabbruch erst dabei hilft, so etwas einzusehen, ist ein wenig makaber.

3. Ideen

Du hast mehr Zeit, Deine eigenen, neuen Ideen zu entwickeln.

Weil Du bist nicht mehr damit beschäftigt, das zu reproduzieren, was Dein Prof von Dir hören will, sondern kannst kreativ an der Entwicklung Deiner eigenen Ideen teilhaben.

Dank des Internets bekommst Du heutzutage jegliches Wissen 24/7, ausführlich oder auch komprimiert, größtenteils kostenlos (man denke nur einmal an die Wikipedia), zur Verfügung gestellt. Du musst nur sinnvoll davon Gebrauch machen und neugierig sein.

Bist Du allerdings eher der Typ, der nur das runterbetet, was andere einem erzählen, dann bist Du in der Universität bestens aufgehoben!

4. Neuer Job = neue Impulse

Die neue Arbeit wird Dich inspirieren.

Es sollte für Dich selbstverständlich sein, dass Du einen Job brauchst, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wir wollen ja nicht Mama & Papa (weiterhin) auf der Tasche liegen. Also erst der Studienabbruch und dann ein neuer Job.

Aber nur was?

Sei Dir nicht zu schade für irgendetwas. Job ist Job. Natürlich ist es von großem Vorteil, wenn Du etwas machst, wo Du bereits Skills hast und diese ausbaust und ferner davon profitierst.

Ich z.B. arbeite derzeit in einem Job, woran ich vor dem Beginn meines Studiums nie gedacht habe, dass ich dort einmal landen würde.

Doch egal wo Du im Endeffekt landest bzw. Dich Dein Weg hinführt, genieße den Moment. Sieh die Dinge im Detail. Schätze die Kleinigkeiten. Und Simsalabim: Du hast eine neue Inspiration erhalten.

Durch eine Arbeit, an die Du zuvor nicht mal in Deinen kühnsten Träumen gedacht hättest.

5. Routine

Du bekommst eine komplett neue tägliche Routine.

Das kann richtig aufregend werden. Wie spannend: Du darfst eigenständig festlegen, wie Deine zukünftige Tagesgestaltung aussieht (natürlich alles im Rahmen Deines neuen Jobs).

Ob Du früh oder spät arbeitest, das ist komplett Dir überlassen.

Bist Du eher der Typ, der am Abend kreativ ist, dann solltest Du an Deinen neuen Projekten abends werkeln und einen Job annehmen, wo Du morgens anfängst.

Bist Du jedoch in den frühen Morgenstunden am Kreativsten (diese Variante bevorzuge ich), dann solltest Du Dir etwas suchen, wo Du eher nachmittags bis abends arbeitest. So kannst Du an Deinen eigenen Ideen in den frühen Morgenstunden rumtüfteln und so eine hervorragende Hebelwirkung für den kompletten Tag erzielen.

Ressourcen zum Online-Lernen

Entschieden für den Studienabbruch und dann ran an die Themen, die Dich wirklich reizen. Das heißt kein Stundenplan oder Lehrveranstaltungen mehr, die angeben, wann Du etwas Neues dazu lernen darfst.

Besuch doch stattdessen lieber einen Online-Kurs des MIT, der Yale oder Stanford University.

In den späten Abendstunden, am frühen Morgen oder wann immer es Dir tatsächlich passt.

Hier hast Du die ultimative Liste von Webseiten zum Online-Lernen:

Studienabbruch_online-lernen-ultimative-liste

Entdeckt habe ich die tolle Infografik auf Ben Pauls Webseite anti-uni.com. Spitze, dass Du sie gefunden hast und mit uns teilst!

Außerdem geht ein großer Dank an die Leute von springest.de, die die hervorragende Infografik erstellt haben.

6. Zahlungsverpflichtungen

Die durch das Studium entstandenen Schulden können schneller getilgt werden.

Nicht jeder von uns kommt in den Genuss, ein gut betuchtes Elternhaus zu haben. Eltern, die einem die finanziellen Angelegenheiten eines Studiums, nicht gerade unerheblich erleichtern.

Daher sind die Meisten von uns dazu gezwungen, BAföG zu beantragen oder einen Studienkredit aufzunehmen.

Dass sich dadurch über Jahre hinweg natürlich immense Schulden anhäufen, liegt auf der Hand. Doch zu Studienbeginn denkt man gar nicht daran. Man wird ja nach dem Studium bestimmt einen gut bezahlten Job finden und kann die Schulden dann locker zurück bezahlen.

Pustekuchen.

So einfach ist das eben nicht. Die Dinge können sich im Leben nun mal sehr leicht ändern. Doch die Schulden (plus Zinsen) werden weiterhin da sein.

Nichtsdestotrotz: Wenn Du jetzt einen anderen Weg einschlägst, neue Ideen findest Dein Einkommen (auch passives Einkommen) dauerhaft zu vermehren und Deine Kosten (ebenso Studienkosten, die nun komplett wegfallen) gleichzeitig zu minimieren.

Dann stehen die Chancen sehr gut, dass Du Deine Schulden sehr viel schneller tilgen wirst. Durch den Studienabbruch eher tilgen wirst, als nach dem Studienabschluss (der Schuldenhaufen sollte auch um einiges >>kleiner<< sein).

7. Finanzielle Freiheit

Du kannst sofort und langfristig mehr Geld beiseite tun.

Dadurch, dass Du nun mehr Geld verdienen kannst – im Studium sind bestimmte Grenzen vorgegeben, was Du verdienen darfst – erhöht sich auch der passive Zahlungsstrom, der auf Dein Sparkonto fließt.

In >>Finanzielle Freiheit erlangen – durch Selbstbelohnung<< habe ich bereits genau beschrieben, wie das funktioniert. Wenn Du das noch nicht ganz verstanden hast, dann hilft es Dir, wenn Du Dir diese Tipps noch mal anschaust.

8. Reisen

Durch die erhöhten Einnahmen und Dein ansteigendes Sparkonto kommst Du um die Welt.

reisen

Der folgende 5-Punkte-Plan als Guide für Deine Reisen und Du wirst erstaunliche Erfahrungen machen:

  1. Erweitere Deinen Horizont.
  2. Lerne noch mehr Menschen aus anderen Kulturen kennen.
  3. Vernetze Dich mit ihnen.
  4. Sammel neue Anregungen und Einflüsse.
  5. An anderen Orten auf dem gesamten Globus.

Das wird sehr inspirierend sein.
Das wird Deine Kreativität steigern.
Das wird Dein Verständnis vom >>großen Ganzen<< erheblich prägen und verbessern.
Das wird Dir helfen, Dich selbst besser kennenzulernen.

Meine Eltern haben mich schon früh als Kind immer mitgenommen. Egal wo es hinging. Und dieses Bedürfnis – auch Fernweh genannt – das verspüre ich heute ganz besonders. Sie haben mich dahingehend so konditioniert, dass ich mich überall wohlfühle.

Alleine reisen macht selbstbewusst

Deshalb verreise ich mittlerweile sehr oft und zudem auch meistens alleine. Und ich muss sagen, dass ich in dieser Zeit viele tolle Erfahrungen gemacht habe.

Diese durfte ich dankbarerweise vor allem mit einigen gleichgesinnten Menschen teilen (special greets to Eigen, Katrin, David und Mi Mi). Sowas macht das Ganze noch unvergesslicher.

Ohne den Studienabbruch wären mir diese Möglichkeiten verwehrt geblieben. Für mich war es die beste Entscheidung. Ich mache mein Ding.

Gib Dir einen Ruck(sack), brich aus der Gewohnheit aus und mach auch Dein Ding!

9. Netzwerken

Vernetze Dich mit kreativen Leuten, auch in Deinem neuen Job.

Ein ganz starkes Argument liegt auf jeden Fall auf der Seite des Studiums an der Universität: das Netzwerken.

Viele, viele Veranstaltungen, Infoabende, Partys, Lernsessions in der Bibliothek, Seminare, usw. verbinden natürlich. Du lernst in kürzester Zeit unheimlich viele neue Menschen kennen.

Vitamin B – B, wie Beziehung – ist ein gigantischer Karriere-Booster. Das muss ich zugeben.

Doch wer sagt, dass das nur im Studium möglich ist?

Ehrliches Interesse für Dein Gegenüber

Geh interessiert und neugierig mit all Deinen Mitmenschen um, ohne eine Gegenleistung zu erwarten und Du wirst mit der Zeit ebenso interessante und spannende Beziehungen knüpfen.

Vor allem in einem neuen Job.

Vielleicht kennt dort jemand jemanden, der mit Deiner (Geschäfts)-Idee etwas anfangen kann.

Vitamin B – B, wie Beziehung – ist ein gigantischer Karriere-Booster. Nicht nur im und um den Uni-Hörsaal. Sondern auch in der realen Welt.

10. Lerne Essentielles

Fokussiere Dich auf die Dinge, die Dich wirklich interessieren.

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>>The recipe for success: get happy and you will get ahead in life<<

So lautet die Überschrift von einem Beitrag im Online-Magazin>>The Guardian<<. Er beschreibt, dass glücklich sein früher oder später zu Erfolg führt. Matthew Mockridge predigt das ebenfalls immer und immer wieder in seinen Podcasts auf Smart Entrepreneur Radio.

Wie viel von den Themen aus Deinem Studium interessieren Dich wirklich, wirklich, wirklich? 10, 15 oder gar 25 %?

Wie geht studieren?

Wie viele Fakten und Daten und Grafiken und Theorien und Modelle und Fallstudien musstest Du auswendig können, um die Modulprüfung zu bestehen?

So funktioniert richtiges Lernen nicht! Du musst für eine Sache richtig brennen, damit sie sich in Dein Gehirn einbrennt.

Wie bereits gesagt, Du kannst heutzutage alles Mögliche online lernen.

Präsenzveranstaltungen werden in naher Zukunft vollends überflüssig (außer vielleicht in Deutschland). Nicht umsonst kämpfen die Profs an den Universitäten händeringend um Anwesenheitszettel

Willst Du online lernen, kannst Du Dir Dein Curriculum quasi individuell zusammenstellen.

Das klingt doch genial oder? Das ist es auch.

Du hast Dich z.B. im Wirtschaftsstudium besonders für Dienstleistungsmanagement interessiert?

Neues Wissen anwenden

Warum vertiefst Du Dein Wissen nicht in weiteren Online-Kursen? Setze die Inhalte praktisch um und projiziere sie auf Deine Ideen.

Warum setzt Du nicht da an, wo Dein Studieninhalt aufgehört hat, kreativ zu werden?

Die oben gezeigte Infografik wird Dir wahnsinnig dabei helfen, wie Du vorzugehen hast, um das zu lernen, was Dich wirklich interessiert. Es ist der ultimative Guide zum Online-Lernen.


Der Studienabbruch ist wirklich kein leichtes Pflaster. Doch mit Kreativität und einem starken Mindset hast Du alles in Deiner Hand, um ihn als den alles entscheidenden Karriere-Booster zu nutzen.

Go for it. Live for it. Do it.

Heute gibt es was auf die Ohren –> Podcast-Empfehlung

Durch Umzug und neuen Job bin ich derzeit sehr eingespannt. Deshalb gab es die letzte Zeit keinen Beitrag mehr. Der Nächste folgt definitiv bald.

Bis dahin kannst Du Dich mit dem folgenden Podcast beschäftigen. Tipps & Tricks zum Bloggen und Entrepreneurship.

http://matthewmockridge.com/mediacast/021-tobias-gillen-blogging-hacks-vom-chefredakteur-und-geschaeftsfuehrer-von-basic-thinking/

Matthew Mockridge bringt jeden Sonntag eine neue Podcast-Episode heraus. Er stellt Jungunternehmer vor und zeigt, wie sie es geschafft haben, erfolgreich ein Unternehmen auf die Beine zu stellen.

Besonders interessant wird es ab Minute 25.

Viel Spaß damit.

Dein Timo

Sabbat-Tag

Als ein nach innen gerichteter Mensch, finde ich, dass Du Deine 10.080 Minuten in der Woche mit möglichst sinnvollen und produktiven Ideen und Aufgaben füllen solltest. Dennoch ist es ganz wichtig, Deinem Körper und Geist auch genügend Ruhe zu geben. Damit Du leistungsfähig bleibst. Damit Du jederzeit auf voller Höhe sein kannst. Damit Du einfach nicht ausbrennst.

Der Sabbat kommt aus dem Jüdischen und bedeutet im Deutschen >>Ruhetag/ Ruhepause<<. Im Judentum ist es der siebte Wochentag. Hier soll keine Arbeit verrichtet werden. Und seine Einhaltung gehört zu den Zehn Geboten. (Quelle: wikipedia.org)

Es ist von großer Bedeutung, dass Du Dir bewusst Platz machst in der Woche, wo Du ein oder zwei Gänge runter schaltest. Einen Sabbat-Tag einlegen. Keine technischen Geräte benutzen. Nur das Smartphone benutzen, wenn es zwingend erforderlich ist (ein eingehender Anruf oder eine ganz wichtige SMS). Ansonsten lege das Teil beiseite und sei an diesem Tag einfach mal nicht auf Dauer-Stand-by. Dazu gehören auch PC/Laptop, Tablet, Fernseher und vieles mehr.

Für einige mag es so klingen, dass man dann vielleicht zu sehr alleine ist. Doch alleine sein bedeutet nicht immer etwas Schlechtes. Sieh es mal von der anderen Seite. Du hast endlich mal Zeit, Dich und Deine Umgebung zu reflektieren. Ernsthaft wahrzunehmen, was um Dich herum passiert. Zeit, um mal runterzukommen. Vom Alltagsstress, Unistress, Reisestress oder Sonstigem. Zeit für Dich. Ein Sabbat-Tag kann Dir erheblich dabei helfen, vermehrt im Hier und Jetzt zu leben.

Ich starte meinen Sabbat-Tag am Sonntagmorgen und er geht bis zum Schlafen gehen. Ich gehe nicht, wie gewöhnlich, nach dem Aufstehen als Erstes an mein MacBook. Nur um mein Tagebuch-Eintrag zu verfassen. Nur um im Anschluss ebenfalls zu Lumosity und Headspace zu gehen. Ich checke auch keine E-Mails, Facebook- oder Twitter-Nachrichten.

Vielleicht lese ich erst mal ein bisschen. Oder frühstücke in aller Ruhe. Für mich findet ein ganz sanfter Start in den Tag statt.

Solltest Du am Sonntag arbeiten, dann machst Du es an Deinem freien Tag. Ist Dein freier Tag also Montag oder Mittwoch, dann werden diese Tage Dein Sabbat-Tag sein.

Um Dir noch mal ein paar Anregungen zu geben, was Du alles Schönes mit Deinem freien Tag anfangen kannst, liste ich Dir mal meine 10 Gründe auf, warum ein Sabbat-Tag pro Woche für Dich nützlich ist:

1. Zur Ruhe kommen

Du hast jetzt endlich mal die Möglichkeit in aller Ruhe runterzukommen. Einige nehmen es wahr, andere hingegen nicht. Sie merken es erst, wenn sie ein Burn-out haben. Mein alter Schullehrer, Herr Schlereth, hat mir einmal von seiner Kur während seiner Schulzeit erzählt. Er hatte nämlich Burn-out. Und dort hat er eine junge Lehrerin im Alter von 27 Jahren getroffen. Und weswegen war sie dort? Ja genau, auch wegen Burn-out.

Das kann doch alles nicht Sinn der Sache sein. Möglichst schnell so viel wie möglich Karriere-technisch zu erreichen und im Gegenzug mit dem hohen Preis des extremen Verschleißes des Körpers und Geists zu bezahlen.

Wenn Du also in Deinem Alltag keine Zeit für Dich selbst findest, nehme Dir einen Tag in der Woche bewusst frei. Dein Körper wird Dir kurzfristig und vor allem langfristig dafür danken. Denke auch immer an Deine Mitmenschen. So wie Du Dich fühlst, zeigst Du es auch nach außen.

2. Kümmere Dich um Deinen Körper

Damit ist jetzt nicht nur Sport gemeint. Hiermit meine ich auch, dass Du Dir Zeit für ausgiebige Körperpflege nehmen kannst. Oder, ob Du Dir eine Massage gönnst. Nimm Dir die Zeit und lass Dich vielleicht einmal in einem Spa so richtig verwöhnen.

Natürlich bildet Sport eine ganz wichtige Komponente im Bezug auf Deine physische und mentale Stärke. Deshalb solltest Du diese auch in keinem Fall in Deinem Leben vernachlässigen.

3. Mehr Zeit zum Lesen (offline)

Ja, das Lesen. Für Schüler und Studenten gehört es wahrscheinlich zum Alltag und daher sind sie es gewohnt, viel zu lesen. Was ist jedoch mit den etwas älteren Damen und Herren?

Wir sind heute in einer Zeit angekommen, wo >>lebenslanges Lernen<< zum Alltag gehört. Allerdings tut man ja meistens nur das Nötigste. Daher ist es wichtig, die Grenzen in größerer Entfernung abzustecken.

Du solltest versuchen noch mehr zu lesen. Gerade dann, wenn Du derzeit noch sehr viel fernsiehst oder Videos im Internet anschaust. Bezogen auf den Sabbat-Tag ist damit Offlinelesen gemeint.

Also nimm Dir ein Buch oder Deinen E-Book-Reader und leg los. Keine Nachrichten oder Blog-Posts im Internet oder Sonstiges in digitaler Form. Hierdurch schaltest Du nämlich die Ablenkungen aus.

Sonst läuft es nämlich so ab, dass man einen interessanten Artikel gefunden hat, dort gibt es wieder eine Verlinkung und der nächste Tab öffnet sich. Dann liest Du dort weiter. Und dort wieder eine neue Verlinkung usw. Das stört komplett den Lesefluss.

>>Du musst Multitasking-fähig sein usw. Bla, bla, bla.<< So was gibt es nicht. Der Mensch ist nicht für Multitasking geschaffen. Lass die anderen erzählen, was sie wollen.

Daher besinne Dich auf das Wesentliche und fang an, eine Sache nach dem anderen zu Ende zu lesen.

4. Zeit für Freunde und Familie

Wann hast Du das letzte Mal Deine Eltern besucht? Oder wann haben sie Dich das letzte Mal besucht?

Wir haben nur diese eine Familie und daher ist es ganz wichtig, sich darum zu kümmern. Hier fühlt man sich schließlich wohl. Und was gibt es bitte Besseres, als sich an seinem freien Tag wohlzufühlen?

Wenn Du zu weit weg wohnst, dann kannst Du sie auch anrufen. Aber es wird Dir (und ihnen) definitiv richtig gut tun, Dich zu sehen oder zu hören.

Das Gleiche gilt für Deine tatsächlichen Freunde. Die meisten von uns haben davon eigentlich nicht allzu viele. Doch diejenigen, die einem wirklich wichtig sind, denen kann man auch seine freie Zeit schenken. Sie bereichern Dich mit ihren Erzählungen. Ihr macht gemeinsame Erfahrungen und habt Spaß zusammen. Get connected!

5. Zeit in der Natur

Egal, ob draußen gerade 35 Grad oder -7 Grad sind. Jedes Wetter bietet seine Eigenheiten und es lohnt sich, es zu genießen. Daher gehe mal wieder raus in die Natur.

Der Park um die Ecke (oder der Wald ganz weit draußen), erscheint in einem ganz anderen Licht, wenn Du dort im Sommer bei purem Sonnenschein oder im Winter bei Eiseskälte und Schnee aufschlägst. Die volle Ladung Sauerstoff und Vitamin D geben Deinem Körper wieder ganz viel Kraft für die anstehende und sicherlich anstrengende Woche.

6. Mehr Zeit für ausgiebiges und gesundes Essen (kein Junk-Food)

Ich persönlich liebe Essen. Deshalb nehme ich mir meistens im Alltag auch die Zeit für ausgewogenes und gesundes Essen. Doch solltest Du unter der Woche keine Zeit dafür haben, dann nimm Dir wenigstens an Deinem Sabbat-Tag dafür Zeit.

Suche Dir ein interessantes neues Rezept raus, kaufe am Vortag die passenden Zutaten und bereite es am Sabbat-Tag mit ganz viel Liebe zu. Ob mit Freunden oder alleine. Es wird Dir und Deinem Körper ganz bestimmt gut tun.

Konzentriere Dich dabei auf Deine Sinne und nehme das Essen mal wieder richtig wahr. Wow, das schmeckt ja richtig gut.

7. Zeit etwas Neues zu lernen

Sei es eine neue Sprache lernen, Programmieren lernen, ein neues Instrument spielen, Häkeln oder sonst für eine neue Fähigkeit. Nimm Dir Zeit und lerne etwas komplett Fremdes.

Du hast jetzt genug Zeit Dich damit ausgiebig zu beschäftigen. Leihe Dir ein Buch aus der Bibliothek oder von einem Freund aus (ausnahmsweise darfst Du jetzt auch ein Video-Tutorial anschauen) und fang an etwas Neues zu lernen.

Vielleicht hilft Dir auch jemand dabei etwas Neues zu lernen. Das ist noch viel besser. So verbringt ihr zusammen Zeit, könnt euch dabei austauschen und Du lernst noch viel schneller dazu.

8. Zeit für Dinge, die Dir Spaß machen

Das finde ich am Besten. Spaß habe ich immer gerne. Sei es Fußball spielen, Fotografieren oder Freunde treffen. Ich liebe es Dinge zu unternehmen, die mir Spaß machen.

Dir geht es auch so? Ist doch logisch? Ja, dann mach es doch auch mal wieder!

9. Arbeite nur an Dingen, die für Dich nützlich sind

Der Sabbat-Tag ist Dein Tag. Der Sabbat-Tag gehört niemand anderem. Deshalb ist es auch ganz wichtig darauf zu achten, dass Du nur Dinge erledigst, die Dir auch einen tatsächlichen Nutzen bringen. Die Dir einen Mehrwert verschaffen.

Also keine sinnlosen E-Mails bearbeiten/löschen (nur, wenn Du dabei bist, ein neues System anzulegen oder dabei bist, Dich von Unnötigem zu lösen), Hausputz erledigen, Büro aufräumen oder das Manuskript für morgen ausarbeiten.

Du solltest Deine freie Zeit wirklich nur für Dinge verwenden, die Dein Leben wirklich bereichern. Das ist eine schwierige Frage. Doch auch dafür ist der Sabbat-Tag da. Du hast den ganzen Tag dafür Zeit, Dir darüber Gedanken zu machen.

Dir fällt etwas ein und Du hast Angst es zu vergessen? Dann schreibe es auf.

10. Mache einen Ausflug

Ich liebe es, zu reisen. Ich erweitere damit meinen Horizont. Ich habe dabei ganz viel Spaß, ich lerne neue Leute kennen, ich verbessere meine Sprachkenntnisse, ich sehe neue Dinge (danach bin ich süchtig) und, und, und. Das Ziel muss auch nicht unbedingt weit weg sein:

    >>Willst du immer weiter schweifen?
    Sieh, das Gute liegt so nah.
    Lerne nur das Glück ergreifen,
    Denn das Glück ist immer da.<< – Johann Wolfgang von Goethe

Wohnst Du an der Grenze? Dann los, rüber zu den Nachbarn. Die beißen nicht. Höchstens freuen sie sich über Deinen Besuch. Auch nahe gelegene Städte sind immer einen Besuch wert. Solltest Du jedoch noch etwas mehr Zeit freihaben, als einen Tag, dann darfst Du gerne auch mal weiter wegfahren.

Daher schnapp Dir Deine Kamera, ab in den Rucksack und los geht’s!

Diese Art von Auszeit in Deiner Woche hilft Dir in erster Linie wieder runterzukommen vom Alltags-Spiel. Sich auf das Wichtige zu konzentrieren: Dich selbst. Und gleichzeitig hilft Dir dieser Sabbat-Tag auch dabei, das Unnötige aus Deinem Leben zu streichen. Es weniger werden zu lassen, bis es Dir vielleicht irgendwann nicht mehr fehlt.

Du wirst merken, dass Du anfangs gar nicht weißt, was Du mit der vielen Zeit anfangen sollst. Das ist auch gut so. Hier fängst Du nämlich an, genau darüber nachzudenken, was Dir im Leben am Wichtigsten ist. Hier wirst Du kreativ und findest, was Dich lebendig macht. Hier beginnt der nächste Schritt zu einem einfacheren Leben.

Wenn Du vor einer Veränderung stehst, frage Dich immer: >>Was ist das Schlimmste, was mir passieren kann, wenn ich das jetzt tue?>> Du wirst merken, dass Dir diese Frage dabei nützlich sein wird, den nächsten Schritt zu tun bzw. eben nicht zu tun.

Ich hoffe, der Artikel hat Dir gefallen. Daher würde ich mich freuen, Dich beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen. Bis dahin alles Gute.

Dein Timo