Keine echten Beziehungen mehr?

Was passiert da gerade?

Immer öfter sehe ich „Paare“ die gar keine Paare sind. Im 1. Moment habe ich den Eindruck ein Pärchen zu sehen. Sie sind sich Nahe, Reisen zusammen, posten Fotos zusammen, teilen sich Zimmer, teilen das Bett… zusammen.

Auch ich habe mich in dieser zwanglosen Situation gesehen und befunden, aber nicht aktuell.

Doch was genau ist „das“ denn? Sind wir nicht mehr in der Lage feste Bindungen einzugehen?

Uns festzulegen fällt uns immer schwerer. Sei es bei der Studien-, Berufs- oder Partnerwahl. Es gibt so einige weitere Beispiele.

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An eine Generation, die sich ihre Dates und/oder Spielgefährten bei Tinder holt: In welche Richtung bewegen wir uns seit geraumer Zeit?

In „Generation Beziehungsunfähig“ hat es der Autor Michael Nast bereits ziemlich gut beobachtet und beschrieben. Doch im wahren Leben ist es mir bisher nicht sooo arg aufgefallen. Bis sich die Momente gehäuft haben und ich realisierte, dass es einen immer öfter umgibt.

Ist es, die Angst davor enttäuscht zu werden? Ist es, weil so viel Auswahl bereit steht? Ist es, weil wir keine klaren Entscheidungen mehr treffen wollen?

„Leo interessiert sich für diese Veranstaltung.“ Hier sieht man schon, dass wir nicht konkret zusagen wollen. Facebook führt uns das Problem damit schon deutlich vor Augen.

Möglichst schnell den Absprung machen zu können, wenn es mal brenzlig wird?
Ich finde bisher selbst keine Antwort darauf, doch ich merke immer mehr – auch aus eigener Erfahrung – dass das nicht dauerhaft glücklich macht.

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